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Die Lambdasonde sitzt auf dem Katalysator vorne und ist mit ihrer Funktion, die Restsauerstoffmenge im
Abgas zu messen, für die optimale Gemischbildung (Luft/Kraftstoff) von entscheidender Bedeutung. Fällt die Lambdasonde
komplett aus, geht das einher mit einer fetteren Gemischbildung und macht sich mit einem starken Kraftstoffgeruch in dem
Abgas bemerkbar. Arbeitet die Lambdasonde fehlerhaft, etwa wenn die Sonde stark verußt ist (siehe Bild), dann ist auch die
Gemischbildung unstetig und der (warme) Motor „ruckelt“ im Leerlauf, was sich auch bei hohen Geschwindigkeiten durch
kurzzeitige Leistungsverluste bemerkbar macht. |
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Links ist eine vom 480 Turbo ausgebaute, vollkommen verußte und damit fehlerhaft
arbeitende Lambdasonde zu sehen. Es ist eine Sonde von BOSCH mit der Bezeichnung LSH 6 und der Nummer 0 258 003 040.
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Eine neue Lambdasonde (ohne Stecker) ist schon ab 25 Euro zu haben; es muss keine BOSCH-Sonde sein - eine passende Universalsonde
vollbringt ebenso beste Dienste. Es sollte eben eine dreipolige, für den Volvo 480 Turbo passende Sonde sein. Gute
Anbieter liefern mit der Sonde zusammen auch die sog. „Schrumpfschläuche“, mit denen die alten drei Kabel (zu den Steckern
führend) mit den neuen Kabeln der Austauschsonde (nach Kabelquetschung) verbunden werden können.
Unten im Bild ist die neue, auf dem Katalysator eingedrehte Lambdasonde zu sehen. |
Was wird benötgt?
- ein Gabelschlüssel Größe 22 (besser: ein gekröpfter, offener 22er-Ringschlüssel) zum
Lösen und Festmachen der Sonde
- ein über den Schlüssel passendes Verlängerungsrohr (so eine Sonde kann nämlich verdammt
fest sitzen...)
- ein kleiner Flachschraubenzieher (zum besseren Lösen der Sicherungsklemme am großen Stecker)
- eine Abisolierzange (für das verbindende Quetschen der Kabel)
- eine Kombizange (zum Lösen der Plastikhalterung(en) – ohne deren Zerstörung – des
Sondenkabel am Fahrzeug)
- ein Seitenschneider (ganz Schlaue befestigen nämlich das Sondenkabel mit Kabelbinder am Fahrzeug...)
- ein Feuerzeug (um die Schrumpfschläuche zu behandeln)
- Schrumpfschläuche und Kabelbinder
- eine Taschenlampe oder Arbeitsleuchte (unter dem Auto kann es Nacht sein...)
- MOS-Öl / Rostlöser
- die neue Lambdasonde
Was ist zu tun (ohne eine Fahrzeugbühne oder Grube...)?
- Handbremse anziehen.
- Fahrzeug vorne aufbocken (den Wagenheber vorne rechts angesetzt, tut es zur Not auch).
- Motorhaube öffnen (bringt nebenbei Licht nach unten...).
- Unters Auto kriechen und Zielobjekt anpeilen: Die Lambdasonde sitzt direkt oben am Eingang zum Katalysator.
Vorsichtshalber schonmal einleitend MOS-Öl / Rostlöser an die Sonde kippen.
- Befestigungen des Sondenkabel lösen.
- Stecker lösen; es gibt einen Stecker mit zwei weissen Kabel und einen Stecker mit einem schwarzen Kabel.
In der Regel können die Stecker auch von oben, mit einem beherzten Griff durch den Motorraum, gelöst werden; die
Biester können nämlich schon gut festsitzen, wenn an ihnen der Zahn der Zeit genagt hat.
- Schraubenschlüssel an die Sonde setzen und Power... ggf. mit einer Verlängerung und viel Gefühl.
- Mit der alten Sonde (samt beiden Steckern dran) unterm Auto hervorkriechen. Alle drei Kabel in Nähe der Sonde abknipsen
und neue Sonde (auf die Farben der Kabel achten!) anschließen; Schrumpfschläuche nur drüberziehen.
- Den Steckerchen ordenlich Kontaktspray (oder MOS-Öl) verpassen.
- Wieder unter's Autochen robben, Sonde mit Hand reindrehen und Stecker verbinden.
- Ab in's Auto und Motor starten: Schnurrt der Motor wie ein Kätzchen und riecht es am Auspuff nicht nach Kraftstoff,
ist alles o.k. Andernfalls sind die Kabel falsch verbunden und/oder die Sonde arbeitet nicht (Duftprobe am Auspuff gibt einen ersten Aufschluss darüber!!).
- Schnurrt der Elch: Steckerchen wieder lösen, Schrumpfschläuchen Feuerzeugflamme geben, Sonde mit Schraubenschlüssel fest anziehen, Steckerchen verbinden und Sondenkabel festmachen.
- Zündschlüssel drehen und wieder Spass haben!
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Wer ganz ruhig schlafen will, auf das alles wieder im Lot sei, bittet seine Werkstatt des Vertrauens, mal eben den Rüssel des Diagnosegerätes an den Auspuff zu halten... |