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| Wechsel der Rückleuchte |
Was bei anderen Autos nicht unbedingt eine größere Aktion ist, kann bei dem kleinen Elch schnell zu einer filigranen
Zeitarbeit werden: Der Wechsel der Rückleuchte (rechts oder links). Meistens erfolgt ein solcher aus zwei Gründen:
Entweder die Plastikscheibe der Rückleuchte ist derart ausgebleicht als daß sie behandlungsresistent geworden ist oder
sie hat gar einen Bruch. Im ersten Fall geht es um die Optik, der zweite Fall raubt einem den Schlaf, denn bei einem wie auch
immer gearteten Feuchtigkeitseintritt an der Rückleuchte kennt der kleine Elch keinen Spaß mehr!
Ein entscheidendes Element das bei dem Aus- und Einbau einer Rückleuchte zu berücksichtigen ist, ist der Umstand, daß die Rückleuchte in den meisten Fällen nicht nur verschraubt, sondern auch verklebt ist. Werksseitig ist die Rückleuchte zwar nur mit drei Schrauben an der Karosserie verschraubt; aber jeder Elch-Fahrer kennt irgendwann das Aquarium in seinem Kofferraum, wenn die originale Dichtung der Rückleuchte nicht mehr ausreicht. Daher sind fast alle Rückleuchten mit einem (schwarzen) Butyl-Kleber versehen, der einerseits elastisch genug ist, Temperaturunterschiede locker wegzustecken (....läßt die Plastikscheibe des Lichtes nicht „bersten“), andererseits eine hohe Klebekraft zwischen Karosserie und Plastik aufweist und – das ist das wichtigste Merkmal – bei gewissenhafter Anwendung hervorragend abdichtet! Es ist also bei einem Wechsel nicht nur die neue Rückleuchte selbst, sondern auch der Butylkleber erforderlich! Der Butykleber kann in Form eines Butyl-Haftstreifen / Butyl-Klebeband, bspw. bei Skandix oder Fahrzeugteile Albert für wenige Euro bestellt werden. Es ist ratsam, nicht nur einen Butylsatz pro Leuchte, sondern gleich zwei zu bestellen; hier ist ausnahmsweise „mehr“ besser als „weniger“. (Zwar ist es auch möglich, der Rückleuchte nur eine neue Originaldichtung zu spendieren, aber solches schützt eben nur kurze Zeit vor Feuchtigkeitseintritt. ) Mit etwas über 200 Euro (Stand 02/2008) ist man dabei, wenn dem kleinen Elch eine fabrikneue Rückleuchte spendiert wird; mit viel Glück ergattert man eine gute gebrauchte Rückleuchte schon für etwa 60 Euro. Was ist erforderlich?
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Im Bild ganz links ist die (alte) rechte Rückleuchte dargestellt. Sie wurde mal bei einer Ladeaktion angedengelt und war
damit nicht mehr allzulange brauchbar – von der Mattigkeit der Plastikscheibe ganz zu schweigen. Wo die Leuchte an die
Karosserie angrenzt, befindet sich in aller Regel Butylkleber dazwischen. Und genau an diesen Stellen, also rundherum um die Leuchte,
darf niemals Wasser eintreten! Mit dem Fön wird an den Rändern der Leuchte der Butylkleber geschmeidig gemacht, wenn
die alte Rückleuchte verklebt ist und ausgebaut werden soll. Rechts ist die neue, einzubauende Rückleuchte abgebildet. Um allen Illusionen vorzubeugen: Die Plastikscheibe alleine läßt sich nicht auswechseln, nur die gesamte Rückleuchteneinheit (ohne Lampensockel). |
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Die rechte Rückleuchte ist ausgebaut, letzte Rückstände des Butyklebers wurden entfernt.
Rot eingekreist sind die Stellen, wo die Rückleuchte befestigt war, also an insgesamt drei Stellen. Die Muttern der Schrauben
sind nach Wegnahme des Lampensockels, vom Kofferraum innen, leicht zu lösen. |
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Hier ist jetzt das Butylklebeband aufgelegt, an seiner Oberseite teilweise
noch mit der Schutzfolie versehen. Es versteht sich von selbst, dass vor Aufsetzen des Butylklebebandes die Karosserie einwandfrei
sauber sein muss. (Auf eine Politur aber verzichten, das mindert sonst die Haftfähigkeit des Butyl auf der Karosserie.) |
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Sind die Schutzfolien entfernt, wird die neue Rückleuchte von links nach rechts eingeschoben und – wenn die
Stifte der Rückleuchte in Ihren Löchern sind – angedrückt; hier ist Maßarbeit erforderlich, denn
in falscher Position die Rückleuchte auf das Butyl angedrückt, kann sehr unangenehm werden, da sich die
Rückleuchte kaum noch bewegen läßt; das Butylklebeband mit seiner Klebekraft leistet da gleich ganze Arbeit!
Und jetzt nur noch die Muttern hinten an die Stifte schrauben und fertig. Überstehende Butylreste (zur Heckklappe hin)
können vorsichtig mit einem scharfen Messer entfernt werden; je kälter das Butyl, desto besser funktioniert das. |
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Links im Bild ist die neu eingesetzte Rückleuchte zu sehen. Die
Butylrückstände (zur Hecklappe hin) sind noch
nicht entfernt worden. Sieht zunächst noch nicht gerade edel aus, wird aber bei geschlossener Heckklappe verdeckt und
ist äußerst effektiv, um nicht irgendwann wieder in dem Kofferraum Fische fangen zu müssen.
Im letzten Bild unten wird der Unterschied zwischen der ausgebleichten Rückleuchte (links) und der neueren Rückleuchte (rechts) unmittelbar offenbar. Mit anderen Worten: Die nächste Baustelle hat sich schon angekündigt. |
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