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| Der Turbolader |
Der Turbolader des kleinen Elches darf durchaus als Fun-Faktor während dem Fahren bezeichnet werden. Geht es
mit Speed den Berg hoch, wird ein Kick-Down durchgeführt oder nochmal richtig durchgetreten, um die Geschwindigkeit
zu erhöhen – in allen solchen Fällen werden von dem kleinen Elch spürbare Leistungssteigerungen
erwartet. Das ist der Moment des Turboladers! Die Hauptaufgabe des im kleinen Elch verbauten Turbolader besteht darin, vom Ziel her besehen, die Zylinder im Motor mit einer größeren Menge an Sauerstoff zu versorgen; das führt – zunächst salopp formuliert – zu einer Leistungssteigerung des Motors. Der Turbolader selbst kann seine Arbeit, nämlich mehr Leistung aus dem Motor zu ziehen, erst dann verrichten, wenn der Motor an dem er hängt, schon läuft, also Leistung erbringt und insbesondere Abgase erzeugt. Erst die vom Motor entweichenden Abgase nämlich bringen den Turbolader zum Laufen; daher wird bei diesem Turbolader auch von einem „Abgasturbolader“ gesprochen. So hat der Turbolader eine sog. „Abgasturbine“, die sich im Strom der vom Motor kommenden Abgase befindet und sogleich in Drehung gerät, wenn der Motor Abgase (also verbranntes, heißes Kraftstoff-Sauerstoffgemisch) abläßt. Die durch den Abgasstrom in Drehung versetzte Abgasturbine ist über eine Welle mit dem sog. „Verdichter“ verbunden. Aufgabe eines Verdichters ist es, ankommende Luft zu verdichten. In aller Regel hängt am Lufteintrittskanal des Verdichters ein Schaufelrad, welches dafür sorgt, daß größere Mengen an Luft den Verdichter erreichen. So haben wir jetzt zwei markante Stellen am Turbolader: Die Eintrittsstelle der Motorabgase an der Abgasturbine und die Eintrittsstelle für (frische) Luft am Verdichter bzw. dessen Schaufelrad. Betrachten wir nun den Motor. Jeder einzelne Motorzylinder bei einem Vier-Takt-Kolbenmotor kann im 1. Takt, dem sog. „Ansaugtakt“, nur ein begrenztes Volumen an Luft ansaugen, die nach ihrer Verdichtung im 2.Takt zur Verbrennung (mit Kraftstoff) im 3.Takt gelangt. Der Leistungsabgabe des Motors (an die Kurbelwelle) ist also alleine durch die begrenzte Menge an angesaugter Luft eine natürliche Schranke gesetzt. An dieser Stelle nun kommt der Turbolader in's Spiel. Die durch den Verdichter komprimierte Luft wird jeweils im 1. Takt zusätzlich in den Zylinder geführt mit der Folge, daß im Verdichtungstakt mehr Luft der Verbrennung zugeführt wird, folglich der Motor eine Leistungssteigerung erfährt. |
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Wird die Motorhaube geöffnet, sieht man den Turbolader von der rechten Seite des
Motorraumes am besten. Er liegt zwischen dem Motor und Ende des Motorraumes, etwas nach unten
versetzt; daher ist er von vorne nicht direkt zu sehen.
Im Bild links ist der Turbolader von der linken Seite aufgenommen worden. (Die große Luftleitung zum Verdichter wurde abgeklemmt.) Im rot umrandeten Bereich ist deutlich die Abgaszuführung (links oben) und die Luftzufuhr (rechts unten) zum Turbolader zu erkennen; in der Mitte des rot umrandeten Bereich die Zuführung der komprimierten Luft in den Motor. Ebenfalls nicht zu übersehen ist das Manometer (rechts oben) zur Aktivitätsanzeige des Turboladers im Infocenter des 480er. |
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Die Abbildung links zeigt noch einmal den Turbolader, von der rechten Seite des
Motorraumes aufgenommen.
Rechts ist der Turbolader im ausgebauten Zustand zu betrachten. Nunmehr ist auch das Typenschild des Herstellers auf ihm abzulesen: Garett
Made in France 465567-1 450686 TG0445F TB0253 Achtung übrigens: Die Turbolader der ersten 480er-Modelle
sind nicht baugleich mit den späteren Modellen! |
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Läuft der Motor ohne das der Turbolader komprimierte Luft an den Motor abgibt, bspw. beim Stehen des Autos, entsteht –
vereinfacht ausgedrückt – durch die laufende Ansaugarbeit der Zylinder im Turbolader ein Unterdruck. Über das auf dem
Turbolader sitzende Manometer zeigt der Ladedruckmesser -1 an. Steigt der Ladedruck durch Zuführung komprimierter Luft
aus dem Turbolader in den Motor, wandert der Ladedruckzeiger nach rechts. Auf 0 muß der Ladedruckzeiger stehen, wenn
der Motor aus ist, denn es gibt weder einen Unterdruck durch die Ansaugleistung der Zylinder noch einen Ladedruck durch zuströmende,
komprimierte Luft in den Motor aus dem Turbolader. Springt der Turbolader während dem Fahren an, nämlich dann, wenn die
geforderte Leistung des Motors im Normalbetrieb nicht mehr erbracht werden kann, geht der Ladedruckzeiger nur kurzzeitig
über 0 hinaus. In den roten Bereich sollte man nicht kommen, das geht an die Substanz des Motors!
Den Turbolader auszubauen stellt keine größere Schwierigkeit dar und wird unter dem Stichwort
Anlasser beschrieben.
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Im „3er-Instrument“ ist die Aktivitätsanzeige des Turboladers rechts angezeigt. |
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Motor läuft, Turbolader ruht. |
Motor ist abgestellt. |
Im linken Bild ist die Rückseite des ausgebauten 3er-Instrumentes
dargestellt. Deutlich ist die (abgeschnittene) Luftleitung vom Ladedruckmesser weg zu erkennen. |